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shahian.de ist eine finanziell und politisch unabhängige, informative Internetpräsenz mit Informationen über den Iran, die iranische Kultur, Geschichte, Küche etc... Sämtliche Fakten dieser Seite sind absolut verlässlichen wissenschaftlichen Quellen entnommen und sind jederzeit belegbar.

Des weiteren finden Sie hier einige wissenschaftliche Arbeiten, die ich während meines Studiums der Ethnologie, Orientalistik und Informatik verfasst habe.

NEU ONLINE: WISSENSCHAFTLICHE ARBEITEN ÜBER DIE PERSISCHE SCHRIFT UND DEN BÖSEN BLICK.


Persien oder Iran?

Das als Iran bekannte Land wurde in der Landessprache bereits seit der Antike als "Iran" bzw. Eran, was "Land der Arier" bedeutet, bezeichent. Der Name Iran taucht erstmals als Eran 243 v. Chr. in persischen Königsinschriften auf. Die hier als Arier bezeichneten ost-indogermanischen Stämme der Perser, Meder, Parther, Choresmier, Sogder, Saken, Arachosier und Drangianer waren im 2. Jahrtausend v. Chr. mit anderen indo-iranischen Stämmen aus Zentralasien in den westlichen Iran eingewandert. Durch die Wanderung wurden die Träger älterer Kulturen überschichtet. Die Bezeichnungen  "Perser" und "Persien" entstanden aufgrund des Kontaktes der Griechen und somit ihrer Geschichtsschreiber mit den Parsen, die gemeinsame Grenzen mit dem antiken Griechenland besaßen. Folglich sprachen die Römer ebenfalls von den Persern. Somit war ein und das selbe Land mit zwei unterschiedlichen Bezeichnungen versehen.                              Auf Wunsch von Mohammad Reza Pahlawi, dem letzten iranischen Kaiser, trug das Land ab den fünfziger Jahren nur noch die offizielle Bezeichnung "Iran". Die Sprache heißt allerdings korrekterweise Persisch und die meisten Exportgüter des Landes besitzen nach wie vor das Präfix Perser- wie z.B. Perserteppich, Perserkatze, Persischer Kaviar etc. 


Iraner sind keine Araber

Weltweit wird von vielen der Fehler begangen, Iraner als Araber zu bezeichnen. Iraner sind jedoch keine Araber. Franzosen sind ja auch keine Schweden!

Die Zerstörung des Persischen Reiches durch die Araber 636 – 642 n. Chr. führte eine Islamisierung des zarathustrischen Irans herbei. Viele der in den eroberten Gebieten lebenden Menschen waren angehörige von Schriftbesitzenden Religionsgemeinschaften, wie z.B. Juden, Christen oder Zarathustrier. Diese Religionsgemeinden hielten zunächst auch nach der arabischen Invasion zu ihrem eigenen Glauben und nahmen somit den Status von Minderwertigen Untertanen, sowie die Zahlung von Untertanensteuer in Kauf. Die Perser bekleideten sehr bald dominante Stellungen im Bereich der Theologie, des Rechts und anderen damals bekannten Wissenschaften sowie in der Verwaltung. Mit der Zeit entwickelten sich im Iran immer mehr nativistische Emanzipationsbewegungen verknüpft mit einer Ablehnung bestimmter arabische Kulturelemente, welche als Symbol fremder Bevormundung verstanden wurden, und parallelen Demonstration eigener Beiträge.  Im Rahmen der oben aufgeführten nativistischen Bewegungen bot sich die Zwölfer-Schi’a als eine ideale politisch-soziale Oppositionsbewegung zur Abgrenzung gegen die sunnitische Zentralmacht an.
Trotz der Bemühungen der sunnitischen Traditionalisten, eine Vereinheitlichung des Islams herbeizuführen,  setzte sich die Iranisierung vieler Provinzen fort, da die meisten arabisierten Iraner nach wie vor als Wesire oder Berater fungierten. Somit konnte sich Persisch zu einer gleichwertigen Sprache entwickeln. Diesen Prozess förderte eine Gruppe schi’itscher Extremisten genannt die „Assasinen“, welche Verfechter des „persischen Nationalgefühls“ sowie Gegner der traditionalistischen Sunniten waren.

Wenn also der Iran das selbe Land ist wie Persien, ist wohl die einzige korrekte Schlussfolgerung jene, dass die Landessprache des Irans selbstverständlich Persisch (Farsi) ist und nicht Arabisch! Iran behielt als einer der einzigen von den Araber eroberten, islamisierten Länder seine eigene Sprache. Selbstverständlich vermischten sich viele Elemente der arabischen Sprache mit der persischen Sprachen. Dennoch können sich Iraner und Araber ohne einen Übersetzer nicht verständigen.

Farsi hat nämlich mit der  arabischen Sprache nichts, aber auch gar nichts zu tun, bedient sich lediglich  der arabischen Schrift. Aufgrund der Benutzung der lateinischen Schrift ist ja auch Deutsch noch lange nicht Portugiesisch!

Farsi ist eine indogermanische Sprache (was Arabisch nicht ist!) und ist über  diese gemeinsame Wurzel beispielsweise mit dem Indischen, dem Deutschen und Portugiesischen verwandt.

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