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Iran
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Mit einer Fläche von 1.648.000 qkm ist der heutige Iran mehr als viermal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland . Im Westen grenzt er an die Türkei und den Irak, im Norden an das Kaspische Meer, Aserbeidschan, Armenien und Turkmenistan, im Osten an Afghanistan und Pakistan. Alle südliche Grenzen Irans sind von den küsten des persischen Golfs und dem Oman See umgeben. Die gesamten Landgrenzen Irans betragen 5,170 km und die gesamten Seegrenzen erstrecken sich über 2,510 km. Der Iran liegt im Mittelpunkt des Mittleren Osten und verbindet wie eine Brücke das Kaspische Meer nämlich das schönste Meer der Welt zum persischen Golf. Es ist ein Kreuzungspunkt des Osten und Westen und infolge die Verbindungsstelle kultureller, geistiger und politischer Erscheinungen des Osten und Westen.
Die ganz unterschiedlichen Reliefformen und klimatischen Bedingungen machen Iran zu einem „Land der Kontraste“ das in fünf natürliche Regionen unterteilt wird.


Landesnatur                           Iran erstreckt sich vom Ararathochland und dem Ostrand Mesopotamiens zwischen Kaspischem Meer und Persischem Golf über den größten Teil des Iranischen Hochlands, hat somit Anteil am alpidischen Gebirgssystem. Im Norden erreicht das Elbursgebirge 5671m über dem Meeresspiegel, im Süden die vom Ararathochland nach Südosten zum Persischen Golf ziehenden Randgebirge im Zagrosgebirge über 4500 m über dem Meeresspiegel

Dazwischen erstrecken sich von Gebirgszügen gekammerte, abflusslose Hochbecken, zum Teil von Salzwüsten (Kawir, Lut) und Salzseen erfüllt. Die Basaltgebiete und Vulkankegel im Norden und Westen des Landes sowie immer wieder auftretende Erdbeben sind Zeichen einer noch nicht abgeschlossenen Gebirgsbildung (an der Grenze der Iranischen Platte gegen die Eurasische Platte im Norden und gegen die Arabische Platte im Süden). Im zentralen Hochland beschränken sich Landwirtschaft und städtische Siedlung auf wenige Oasenstandorte.

Tiefland besitzt Iran nur als schmalen Saum am Kaspischen Meer und am Nordsaum des Persischen Golfs. Das Klima ist vorherrschend trocken, im Sommer heiß, im Winter kalt mit Schnee und Regen in den nördlichen Randgebirgen und den Hochländern des Nordwestens. Der Südwesten erhält Winterregen, das iranische Kaspitiefland und die Nordflanke des Elbursgebirges haben Niederschläge zu allen Jahreszeiten. Die Pflanzenwelt im Innern ist meist dürftig; die Gebirge sind kahl oder mit Busch bedeckt, nur am Kaspischen Meer mit Laubwald bestanden.


Bevölkerung

70 Mio. Einwohner, davon knapp über die Hälfte Perser (51%). Zu den Minderheiten zählen Aserbeidschaner (20%), Mazandaraner und Gilaner (8%), Kurden (7% ), Luren und Bakhtiaren (4%), Araber (3%), Turkmenen (2%), ferner Belutschen, Armenier u.a. Die Amtssprache ist Farsi (Persisch), daneben gibt es andere Landessprachen wie Aseri-Türkisch, Kurdisch, Masandarani, Gilaki, Arabisch... unter 15 J. sind 37 % der Bev. ; Bev.dichte: 39 Einw./km²; Bev.wachstum: 1,38 % ; Fruchtbarkeitsrate: 2,6 Geburten/Frau

Die Bevölkerung konzentriert sich besonders im Nordwesten und in städtischen Ballungsräumen, große Gebiete im Innern und Südosten sind menschenleer oder nur dünn von Nomaden (1% der Bevölkerung) bewohnt. Es gibt 27 Großstädte, von denen die Hauptstadt Teheran mit Abstand die größte ist.  Zu den Großstädten zählen Teheran (10 Mio.), Maschhad (4 Mio.), Isfahan (2,5 Mio.), Schiraz (2 Mio.), Täbriz (1,8 Mio.)

Mit einer Anzahl von 2 Mio. meist afghanischen Flüchtlingen beherbergt der Iran die größte Anzahl Asyl-Suchender weltweit.

Rund 98% der Bevölkerung bekennen sich zum Islam: rund 90% sind Schiiten, rund 8% Sunniten (die Mehrheit der Kurden und Belutschen). Die größte religiöse Minderheit bilden die rund 300 000 Bahai, weitere Minderheiten sind Christen, Juden, Zarathustrier (Parsen) und Mandäer. Der zwölferschiitische Islam ist Staatsreligion. Christen, Juden und Zarathustrier (Parsen) sind als religiöse Minderheiten gesetzlich anerkannt, nicht aber die dem Islam als »Abtrünnige« geltenden Bahai.

Nutzfläche 11,9 %, von der Anbaufläche sind 39,8 % bewässert. Erzeugt werden hauptsächlich Tomaten, Getreide, Zuckerrüben und Zuckerrohr. Weizen und Gerste werden in fast allen Landesteilen als Grundnahrungsmittel angebaut, im agrarisch begünstigten südkaspischen Küstentiefland v.a. Reis, Tee, Zitrusfrüchte, Tabak (Anbau ist Staatsmonopol) und Baumwolle, im Hochland Zuckerrüben, Frischobst (Weintrauben, Äpfel, Melonen), Pistazien und Mandeln, im südlichen Tiefland Zuckerrohr, Zitrusfrüchte und Dattelpalmen (17% der Weltproduktion).  Die Viehhaltung (besonders Schafe, Ziegen, ferner Rinder) wird noch zum großen Teil von Nomaden oder Halbnomaden betrieben. Der Fischfang liegt in der Hand staatlicher Gesellschaften; im Kaspischen Meer (Kaviargewinnung) ist er durch zunehmende Wasserverschmutzung beeinträchtigt. Bewaldet: etwa 73 000 km², keine Rodung Rohstoffe: Erdöl (ca. 8%  der Weltreserven), zweitgrößte Erdgasreserven der Welt, Die verschiedenen Erzlagerstätten sind noch nicht vollständig erschlossen. Sehr ergiebige Eisen- und Kupfererzlager werden im Umkreis von Yazd, Bafgh, im Hinterland von Bander Abbas und bei Kerman abgebaut, Steinkohle bei Kerman und Semnan, außerdem nachgewiesene Vorkommen von Blei, Wolfram, Mangan- und Zinkerzen, Nickel, Chrom, Kobalt, Bauxit, Uran und Phosphaten. Nach dem Krieg mit Irak (1980 - 88) wurde Iran wieder das viertwichtigste Förderland der Erde. Alle Erdöl- und Erdgasfelder sind heute in staatlichem Besitz. Die meisten Erdölfelder liegen am Südwestfuß des Zagrosgebirges und an der Küste des Persischen Golfs. Das Rohöl wird zum größten Teil mittels Rohrleitungen auf die Insel Charg im Persischen Golf beziehungsweise auf die weiter südlich gelegenen Ladeplätze Sirri und Larate gepumpt und von dort exportiert, ein kleinerer Teil wird in den Raffinerien des Landes verarbeitet Wichtige Industriezweige: Die vorsichtige Liberalisierung hat die wichtigsten Branchen erreicht: Erdöl- und Erdöl verarbeitende Industrie unterliegen, ebenso wie Banken und Versicherungen, noch staatlicher Kontrolle, aber Buy-back-Projekte ausländischer Firmen, beispielsweise Ölindustrie, sind seit März 1999 möglich: Investitionen können aus Fördereinnahmen refinanziert werden. Die alten Ölfelder sind bald erschöpft. Milliarden Dollar sind nötig, um neue Quellen zu erschließen. Auf Grund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit verlangt Iran aber jetzt Garantien, dass die neu erschlossenen Felder auch tatsächlich die versprochenen Mengen Öl liefern.

 

Außenwirtschaft:

Handelsbilanzüberschuss 13,138 Mrd. US$ Export: 28,345 Mrd. US$, davon Öl 82,1 %, industrielle Vorprodukte 9,8 %, Agrar- u. traditionelle Produkte 7,9 % Hauptausfuhrländer: Großbritannien (16,8 %), Japan (15,7 %), Italien (8,6 %) Hightech-Exporte: 38 Mio. US$ Import: 15,207 Mrd. US$, davon Maschinen u. Transportausrüstung 44,3 %, industrielle Vorprodukte 17,6 %, Eisen u. Stahl 9 %, Chemie u. Arzneimittel 12,4 % Hauptlieferländer: Deutschland (11,6 %), Italien (8,3 %), Japan (7 %)

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